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Παρασκευή 4 Αυγούστου 2017

Klinische Obduktionen aus medizinethischer Sicht

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Sektionsquoten in Deutschland sind anhaltend niedrig. Als Erklärungsansatz werden u. a. (ethische) Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber der Obduktion geltend gemacht.

Fragestellung

Normative Bewertung der klinischen Obduktion, Herausarbeitung ethisch relevanter Argumentationen für und gegen die Sektion, Überprüfung der vermuteten Vorbehalte der Bevölkerung.

Material und Methoden

Reanalyse der Fachliteratur, Review qualitativer und quantitativer Studien zum Themenfeld, Diskussion der nachweislichen ethischen Argumentationsfiguren.

Ergebnisse

Historische Fehlentwicklungen (Rekrutierungspraxis, Volksglaube, religiöse Vorbehalte) standen der Akzeptanz klinischer Obduktionen lange Zeit entgegen. Die gegenwärtige Diskussion über die klinische Obduktion ist vielfach ethisch akzentuiert: Während die Sektionskritiker vorrangig individualethisch argumentieren, führen die Sektionsbefürworter vorrangig sozialethische Aspekte an. Allerdings belegen quantitative Untersuchungen, dass das Gros der Bevölkerung heutzutage keine (ethischen) Bedenken gegen die Sektion hegt.

Schlussfolgerungen

Die Gründe für die anhaltend niedrige Sektionsquote sind in erster Linie struktureller und motivationaler Natur, wenngleich einzelne dieser Aspekte durchaus normative Implikationen bergen.



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